Unix-Derivat GhostBSD: Neue Version 21.09.06 wechselt zurück zum rc-Initsystem

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Unix-Derivat GhostBSD: Neue Version 21.09.06 wechselt zurück zum rc-Initsystem

Die Entwickler von GhostBSD haben Version 21.09.06 des freien Unix-Derivats freigegeben. Neben kleineren Bugfixes gibt es eine zentrale Änderung: die Rückkehr zum rc-Initsystem. Denn während FreeBSD (und OpenBSD) durchweg das klassische rc-Init verwendeten, hat GhostBSD eine Weile das moderne und beispielsweise auch von Gentoo, Alpine Linux und (optional) Devuan GNU/Linux eingesetzte OpenRC genutzt. OpenRC arbeitet abhängigkeitsbasiert, setzt aber auf dem klassischen SysVInit auf und kann auf Wunsch auch Dienste parallel starten.

Gründe für die Rückkehr zu rc-Init

OpenRC bringt neue Funktionen und startet das System schneller. Warum also, so fragt man sich auf den ersten Blick, haben sich im Rahmen einer Umfrage 68 Prozent der GhostBSD-Benutzer gegen OpenRC und für das klassische rc-Init ausgesprochen?

Zunächst einmal haben die Entwickler darauf hingewiesen, dass die OpenRC-Anpassungen bei den Diensten des Basissystems und der immerhin weit über 30.000 Anwendungen in der Ports-Sammlung zwar einfach, aber durch die Menge eben sehr zeitintensiv seien. Die Arbeitszeit könne besser in die eigentliche Funktion von GhostBSD investiert werden.
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Quelle: Unix-Derivat GhostBSD: Neue Version 21.09.06 wechselt zurück zum rc-Initsystem | heise online

Hallo virtual-dev,

Benutze zwar OpenRC, kann das aber nachvollziehen. Die Boot-Dauer wird in meinen Augen eh überschätzt. Ob ein Vorgang, der so 1- bis 2-mal am Tag passiert, 10 oder 20 Sekunden dauert, ist mir ziemlich egal. Ich drücke den Einschaltknopf und giesse mir in der Zwischenzeit meine Tasse Tee auf. An 10 oder von mir aus 30 Sekunden kann die Welt nicht hängen. Aber vielleicht muss heutzutage alles ganz schnell gehen, und was länger als 5 Sekunden dauert führt zur Frustration :wink:

viele Grüße gosia