Linux-Distribution antiX 19.4 mit verbessertem Installer und SeaMonkey

# Linux-Distribution antiX 19.4 mit verbessertem Installer und SeaMonkey

Die neue Version von antiX bringt einen verbesserten Installer, SeaMonkey als Internet-Suite und verschiedene Varianten von LTS-Kerneln.

Die leichtgewichtige Linux-Distribution antiX ist nach sieben Monaten in der neuen Version 19.4 „Grup Yorum“ erschienen. Die auf Debian Buster basierende Distribution ist vor allem für ältere Computer mit AMD64- und 32-bittigen x86-Prozessoren gedacht, läuft aber auch auf aktueller Hardware.

Statt des vielfach als schwergewichtig und zu komplex kritisierten systemd setzt antiX auf klassisches System-V-Init und alternativ auf runit. Damit weicht die Distribution von ihrem Elternteil Debian ab.

antiX ist als Live-Linux von DVD/CD und USB-Speicher lauffähig, lässt sich aber auch auf die Festplatte des Rechners installieren. Es sind Medien für die reine Text-Console und für den grafischen Desktop verfügbar.

### Aufgefrischter Installer

In der neuen Version frischt antiX vor allem den Installer auf. Dieser ermöglicht nun eine detailliertere Konfiguration des Setup-Prozesses. So lässt sich die Festplatte nach eigenen Bedürfnissen partitionieren. Der Installer unterstützt den Logical Volume Manager (LVM) und RAIDs noch nicht direkt, gestattet aber verschlüsselte Partitionen. Mit einem Umweg auf die Kommandozeile lässt sich „händisch“ dennoch ein LVM- oder RAID-basiertes System einrichten, welches der Installer dann nutzen kann.

Der Installer präsentiert sich jedoch – im Inneren – noch uneinheitlich. Jeweils für runit und für System-V-Init existieren eigene Medien. Das Setup für runit agiert Debian-typisch, die Variante für System-V-Init ist an Void und Artix angelehnt. Zukünftige antiX-Versionen mit runit sollen gemäß der Release-Ankündigung vereinheitlicht ebenfalls auf den Void/ArtiX-Ansatz schwenken.

https://www.heise.de/news/Linux-Distribution-antiX-19-4-mit-verbessertem-Installer-und-SeaMonkey-6057402.html