InterPlanetary File System IPFS

IPFS funktioniert grundlegend anders, als das normale Web. Es kommt vollkommen ohne zentralisierte Server aus und seine Inhalte liegen auf vielen verschiedenen Servern verteilt. Es nutzt das BitTorrent Protokoll zum Austausch der Daten, allerdings ohne zentrale Torrent Tracker. Kryptografische Hashes der Dateien sorgen gleichzeitig dafür, dass Dateien im dezentralisierten Netz aufgefunden werden können, als auch zur Verifizierung der Korrektheit der angefragten Datei.

Damit kann IPFS auch auf einige wenige festgelegte Certificate Authoritys verzichten, um die Sicherheit bei der Datenübertragung zu gewährleisten. Dateien im IPFS können auf mehreren Servern gespiegelt werden. So können zum Beispiel grosse Videos effizient verteilt werden, mit hoher Downloadgeschwindigkeit und geringerer Trafficauslastung bei dem, der die Datei hineingestellt hat.

Aber sogar ganze Software-Repositorys von Betriebssystemen können über IPFS verteilt werden, wie es das Haiku Projekt mit dem experimentellen Angebot unter de.hpkg.haiku-os.org zeigt - Leider hat es die IPFS-basierte Lösung aufgrund anfänglicher Schwierigkeiten mit der Stabilität nicht zur Standardeinstellung geschafft, aber ich nutze das IPFS Repository auf allen Geräten und habe seit vielen Wochen keine Probleme mehr bemerkt.

IPFS eignet sich auch hervorragend zum Umgehen von staatlicher Zensur, da nicht einfach bestimmte Server blockiert werden können. Man müsste einen grossen Teil des Internets blockieren, um den Zugang zu IPFS unmöglich zu machen. Das nutzte man beim Block von Wikipedia in der Türkei, um eine unzensierbare Kopie der Seite anzubieten.

Quelle und ganzer Text:


Hat das schon mal jemand ausprobiert und/oder benutzt es regelmäßig?

Schon mal von Gelesen und gehört,mehr aber nicht.
Hört sich vielversprechend an.
Dezentral ist aber so ein reizwort,da ist mit viel Gegenwind zu rechnen.

Genau deshalb werden Politiker, Juristen und Polizanten sich
große Mühe geben, das sich sowas nicht verbreitet.

Das selbe Drama wie mit der Verschlüsselung.
Das wollen die auch nicht. Würde Big Brother ja zum Small Brother machen.

Diesbezüglich noch ein Hinweis auf eine Petition.

Ob das was wird, wenn man bedenkt, dass sogar die Polizie Clouds von Amazon nutzt?

Das gehört verboten!

Aus dem Newsletter:

Manipulation, Nötigung, überhöhte Preise dank Monopolstellung – normalerweise ruft so etwas die Justiz auf den Plan. Wenn Internetkonzerne die Täter sind, passiert jedoch nichts. Die großen Plattformen schalten und walten nach ihrem Belieben, weil die Politik bisher nicht mit Regeln nachkommt. Das soll sich bald ändern: Die EU bringt derzeit neue Regeln für Facebook, Amazon & Co auf den Weg, um deren Macht zu begrenzen.

Mit dem Digital Markets Act (DMA) will sie die Internetriesen endlich in die Schranken weisen. Nutzer:innen und kleine Unternehmen sollen mehr Rechte und Chancen bekommen. Den Konzernen schmeckt das nicht – sie halten mit geballter Lobbymacht und viel Geld dagegen. Damit sie die neuen Regeln nicht blockieren und verwässern, müssen wir jetzt gemeinsam Druck machen. Bitte unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell an das EU-Parlament:

Die Lobbymacht der Digital-Plattformen ist gigantisch. Allein in Brüssel geben sie jährlich über 97 Millionen Euro für politische Einflussnahme aus – mehr als jede andere Branche. Das bekommen auch die Abgeordneten des Europäischen Parlaments zu spüren, die derzeit an neuen Regeln für die digitalen Märkte arbeiten. Die Lobby-Armee von Amazon, Apple & Co zieht alle Register, um Regeln zu verhindern oder so aufzuweichen, dass sich nichts für sie ändert.

Dass es so weit kommen konnte, liegt an der wirtschaftlichen Macht der Digitalkonzerne. Allein die großen Fünf – Google, Amazon, Facebook, Apple und Microsoft – haben über 1000 Unternehmen geschluckt und heute das Quasi-Monopol in Schlüsselbereichen: Googles Algorithmen bestimmen unsere Wissensorganisation, Amazon diktiert dem Handel die Bedingungen. Kommunikation läuft weitestgehend über Facebook mit seinen Diensten Whatsapp und Instagram. Und die öffentliche Verwaltung ist von Microsoft abhängig – Sicherheitslücken inklusive, weil sich das für den Konzern besser rechnet.

Das macht unsere Gesellschaft insgesamt erpressbar. Unsere Demokratie muss jetzt den Digitalkonzernen zeigen, wer Herrin im Haus ist.

In Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft läuft seit langem eine Debatte, wie die ausufernde Macht der Tech-Giganten beschränkt werden kann. In den USA fordern inzwischen selbst Mainstream-Politiker, die größten Konzerne zu entflechten, um den Gesetzen eines Wettbewerbs-Marktes wieder Geltung zu verschaffen. Wir finden, dass dies als letztes Mittel auch in Europa möglich sein muss. Als erster Schritt aber sollen neue Regeln dafür sorgen, dass die großen Plattformen ihre Macht nicht länger missbrauchen können.

Kein Unternehmen darf so groß sein, dass es sich demokratischen Regeln und Gesetzen entzieht oder gar der Politik Vorschriften macht. Dafür setzen sich auch unsere Bündnispartner ein - zwölf deutsche und internationale Organisationen für digitale Bürgerrechte unterstützen bereits unseren Aufruf. Gemeinsam werden wir in den nächsten Wochen die Gestaltung des Digitalmarkt-Gesetzes kritisch begleiten, auf starke Regeln pochen und Lobby-Einflussnahmen der Konzerne offenlegen.

Wir haben jetzt die Chance, die Regeln für die digitale Demokratie mitzugestalten – nutzen wir sie!
PS: Facebook schaltet zur Zeit viel Image-Werbung in Deutschland , um sich beliebter zu machen. Ziel der millionenteuren Kampagne ist es letztlich, verpflichtende Regeln für Internet-Konzerne in Europa zu verhindern.

Es gab ja schon mal ein Telefon mit Schnur drann,aber es brauchte keine Telekom vermittlung.
Es funktionierte wohl ähnlich wie IP adressen.Das Gespräch hat sich die verbindung über andere Telefone gesucht.
Jedes Telefon also auch eine Vermittlungsstelle.Setzt natürlich eine gewisse verbreitung voraus.
Hat sich nicht durchgesetzt.Warum wohl ?

Die Aparatschecks in EU und DE sind viel zu alt und zu träge um einfluß aufs Internet zu haben.Digital ist hier eh weitesgehend unbekannt.